Feste Drucken
Druckfestival
16.09.—24.09.2017 in Stralsund

Anmeldeschluss ist der 18. August

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Membranen sind dünne Schichten, die ein Außen von einem Innen trennen. Sie können schwingen, schillern, schallen, schrumpfen, schichten, scheuern, schleimen, schimmeln, schlauchen, schmuggeln, schmieren, schweifen, schärfen, schönen, schützen, schäumen, schniegeln … Das Feste Drucken Festival interessiert sich für diese Schnittstellen und ihre (ver-)packenden Möglichkeiten. Schickt uns Eure Vorschläge für Grafik-, Text- und Ton-Workshops. Wir sind sehr gespannt.

Der Jugendkunst e.V. veranstaltet vom 16.–24.9.2017 das vierte Druckfestival in der Spielkartenfabrik in Stralsund. Das Programm wird durch eine offene Ausschreibung durch die Teilnehmer selbst gestaltet. Dem freien Arbeiten und interdisziplinären Austausch wird viel Raum gewährt. Öffentliche Abendveranstaltungen (Film, Vortrag, Konzert, Performance) dienen der allgemeinen Inspiration und Erheiterung.

Wir haben Ideen und freuen uns über noch mehr von Euch

Derzeit sammeln wir Ideen für das Festival-Programm und bitten um

Eure Vorschläge

Für Fragen stehen wir jederzeit per E-Mail zur Verfügung.

Tanz der Mikroben (Julia Kalinowski) Wir drucken Geißeltierchen, Wurzelfüßler und Kieselalgen. In mehreren Druckvorgängen werden Körper, Membranen und Innenleben der Zellen aufs Papier gebracht und zu bunten Mustern zusammengefügt. Gedruckt wird mit Moosgummi, Linol und frischem Gemüse.

Busdruck (Spielkartenfabrik) Reifen streifen, Konturen schneiden, Platten walzen und vom Bus überrollen lassen. Experimenteller Straßendruck mit Busfahrern, Busreisenden und Mitarbeitern der Spielkartenfabrik.

Raster (Nora Krings / Lena Schrieb) Die Arbeitsfläche wird von den Workshopteilnehmer*innen gemeinschaftlich genutzt. Auf dem Boden oder an der Wand wird eine große Fläche zur Verfügung gestellt. Ein großes Raster/ Grid ist die Grundlage für das künstlerische Arbeiten. Die einzelnen „Spielfelder“ können von den Teilnehmer*innen gestaltet werden. Dabei soll die Gestaltung Membranen überwinden, Zellen verbinden und die Weitergabe von Informationen soll möglich werden. Wie in einem Comic können Bildgeschichten enstehen. Durch die Kombinationen von Elementen kann ein Rhythmus enstehen und eine Formsprache entwickelt werden. Techniken: Materialdruck, Material-Improvisation und ortsspezifisches Arbeiten (Fundstücke nutzen)

Lichtlaboratorium (Lena Sandel) Untersuchen, Durchleuchten, Vergrößern und Collagieren von Festen, Weichen, Flüssigen, Lebendigen und Unlebendigen… …im nächtlichen Lichtlaboratorium. Konkret sollen "Laborsituationen" geschaffen werden, bei der z.B. eklige und alltägliche Dinge (oder auch schöne) unter einem Mikroskop angesehen werden. Von dem Gesehenen können einäugig Skizzen auf Transparentpapier/Folien angefertigt werden (Vermischung von Blindzeichnung und naturalistischer Darstellung), die wir dann wiederum weiterverwenden.

Abdruck in Form (Natsuyo Koizumi) Kaltnadelradierung mit (veganen) Tetra Paks: auf Tetra Pak einritzen, ausschneiden, dann schön drucken. Dabei kommen wir 71% mit Upcycling Material aus.

Schimmel mit Charme (Spielkartenfabrik) Wir experimentieren mit Farben aus Pigmenten und Zellkulturen, entwerfen Schablonen und drucken die Motive im Siebdruck. Dann ab damit in den Brutkasten und schauen wie sich der Zögling im wachstumsfreudigen Milieu so entwickelt. Herauskommen Drucke, die erst in der Ausstellung so richtig erwachsen werden.

Fundstücke (Friederike Plöger) Aus gefundenen Materialien werden ganz neue und eigene Bildwelten und Motive entstehen. Zunächst werden selber mitgebrachte und gefundene Fotos, Bilder, Zeitschriften, gepresste Pflanzen, Skizzen und Alles, was zweidimensional ist, zusammengesucht und in einem experimentellen Prozess zu Bildideen aus Ausschnitten, Detailansichten und kompletten Formaten zusammengefügt. Diese werden dann als Kaltnadelradierung auf Renalonplatten umgesetzt und gedruckt.

Es klebt! (Christine Hassinger) Wir drucken mit Klebeband. Dabei kann es schützende Membran sein, Linie, Platzhalter, Druckstock,...einfach, mehrfach, auf verschiedenen Papieren, mit verschiedenen Farben.

Poseidons schillerndes Häutchen (Salom Beaury) Materialen aus dem Meer inspirieren unsere Motive, wir lesen in Flecken, entdecken Formen, sehen Fragmente und füllen Leerräume. Was wir nicht sehen, wird mit Gedanken ergänzt, was uns fehlt lässt unsere Nachfrage wachsen!

Analog Sonntag Workshop (Analog Sonntag) Der Analog Sonntag Workshop versteht sich als Labor, Werkstatt, Spielzimmer und Ideenfabrik. Unter dem Motto "Der Computer bleibt aus!" wird experimentiert, gedacht, gezeichnet, gemalt, geschnitten, gesammelt, gebaut, gedacht und geredet: Das Analog Labor baut selbst errichtete Barrieren ab und öffnet den Kopf für neue Herangehensweisen. Die alltägliche Sicht der Dinge versuchen wir durch Übungen/Aufgabenstellungen zu ändern und Zusammenhänge aufzubrechen. Raus aus der Routine! Rein ins Labor!

Am Festival teilnehmen

Wie läufts: Täglich finden Druckworkshops statt, die von den Teilnehmern organisiert werden. Workshopleiter erhalten eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 €. Vorschläge für Druckworkshops bitte an feste-drucken@jugendkunst.de.

Wo schlafen: Alle Teilnehmer nächtigen gemeinsam in der Hostel Stralsund.

Wo essen: Es gibt Frühstück in der Spielkartenfabrik und ein warmes Abendbrot.

Was soll's kosten: Die Teilnahme am 7-tägigen Druckfestival inklusive Übernachtung und Verpflegung schlägt mit 250 € (inkl. Materialkosten) zu Buche. Schüler, Studenten und Arbeitslose erhalten 20% Ermäßigung. Eine Teilnahme für einzelne Tage ist für 50 € pro Tag möglich. (inkl. Essen. Um Übernachtung müsstet ihr euch dann selbst kümmern. Bitte schreibt ins Kommentarfeld, an welchen Tagen ihr dabei sein wollt.)

In Trägerschaft des Jugendkunst e.V. lebt auch Feste Drucken vom ehrenamtlichen Engagement und der Kooperation mit u.a. weiteren Jugendeinrichtungen und Schulen. Gern würden wir wieder mit jungen Menschen mit offenen Augen und Ohren zusammenarbeiten und freuen uns auf eure Teilnahme.

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Zum Anmeldeformular

 

Teilnehmen werden:

Salom Beaury (Grafikerin / Berlin) [>]

Christine Hassinger (Kunstlehrerin | Hamburg)

Friederike Plöger (Kunstpädagogikstudentin | Leipzig)

Anaïs Edely (Künstlerin | Berlin) [>]

Fred Lautsch (Verleger | Stralsund) [>]

Christian Klette (Mediengestalter | Stralsund)

Manja Graaf (Schwimmtrainerin | Stralsund)

Robert Anderle (Künstler | Stralsund)

Natsuyo Koizumi (Künstlerin | Berlin) [>]

Anette Polzer (Künstlerin | Berlin) [>]

Luise Hesse (Studentin | Halle/Saale)

Julia Kalinowski (Grafikerin | Frankfurt am Main) [>]

Torben Petrina (Illustrator | Hamburg)

Lena Sandel (Kunstpädagogin/Kulturvermittlerin | Offenbach)

Beatrice Dietel (Studentin | Halle/Saale)

Cleo Schrieb (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Berlin)

Rita Lass (Künstlerin | Halle/Saale) [>]

Nora Krings [>]

Lena Schrieb [>]

Lena Haeberlein (Studentin | Greifswald)

Nicole Ottawa (Biologin | Reutlingen) [>]

Oliver Meckes (Fotograf | Reutlingen) [>]

Theresa Meinharth (Studentin| Leipzig)

Annette Köhn (Illustratorin | Berlin) [>]

Anett Hoffmann (Künstlerin | Halle) [>]

Laura Jil Fugger (Studentin | Offenbach)


Presse zum Festival 2016

Ostsee-Zeitung vom 1.10.2016   Rügen-Blitz am 1.10.2016

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Bilder aus der Spielkartenfabrik
und vom letzten Jahr

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Spielkartenfabrik

Spielkartenfabrik - Museumswerkstatt

Die Spielkartenfabrik ist mehr Werkstatt als Museum und verfügt über Werkstätten für Buchdruck, Lithographie, Papierschöpfen, Tiefdruck und Siebdruck. Herzstück ist die Linotype-Setzmaschine.


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